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Sozialabgaben auf Erlöse aus Immobiliengeschäften - europarechtswidrig!?
Altes und Neues zum französischen Erb-und Erbschaftsteuerrecht
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Eigentum berechtigt – Steuer ist Diebstahl?*
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Grundstücksbewertung: Erbschaft, Schenkung, Veräußerungsgewinn, Vermögenssteuer pp. Der Wert einer Immobilie spielt eine große Rolle. Entspricht der Marktpreis dem fiskalischen Wert?
Nachbesteuerung von «Schwarzgeldern» in Deutschland und Frankreich

 

 

Altes und Neues zum französischen Erb- und Erbschaftsteuerrecht

Rechtsanwalt Stefan Kesting informiert in der RCZ regelmäßig über Besonderheiten im deutsch-französischen Recht. Heute erfahren Sie, worauf Sie bei Schenkungen und Nachlässen in Frankreich achten sollten.


 

 

Anzuwendendes Erbrecht/Schenkungsrecht

Auf Schenkungen und Nachlässe in Frankreich belegender Immobilien findet das französische Recht Anwendung (Belegenheitsprinzip). Dieses weist einige beachtenswerte Unterschiede zur deutschen und anderen Rechtsordnungen auf. U.a.:

  • Stärkeres Pflichtteilsrecht für Kinder
  • das Pflichtteil ist Recht am Eigentum und nicht Zahlungsanspruch
  • Eingeschränkte Verfügungsfreiheit zu Lebzeiten
  • Keine uneingeschränkte Anwendbarkeit ausländischer Testamente oder Erbverträge

Das Belegenheitsprinzip wird jedoch ab dem 17.08.2015 durch die EU-Erbrechtsverordnung unterbrochen. Der gewöhnliche Aufenthalt soll damit zukünftig das anwendbare Erbrecht bestimmen. Wo dieser ist, definiert die Verordnung jedoch nicht. Daher ist es sicherlich ratsam, das Recht seiner Staatsangehörigkeit per Testament zu bestimmen, wenn dieses denn günstiger als das französische Recht sein sollte.

Die Verordnung gilt aber nicht für Schenkungen!

Steuerrechtliche Erwägungen

Bislang ist nicht zu erwarten, dass das nationale Besteuerungsrecht Frankreichs aufgegeben wird.

Angesichts der geringen Freibeträge für Kinder (derzeit EUR 100.000 pro Kind) und hohen Immobilienwerten könnte ein Nachlass/Schenkung mit bis zu 45% zu versteuern sein. Ehegatten erben bislang untereinander steuerfrei – bei Schenkungen unter Ehegatten beträgt der Freibetrag jedoch nur knapp 81.000 EUR). Grundsätzlich kann es daher angebracht sein, seinen Immobilienerwerb nach etwaigen erbschaftssteuerrechtlichen Konsequenzen auszurichten.

Es ist also ratsam, eine vorhergehende (steuer-)rechtliche Bestandsaufnahme und Analyse durchzuführen, um rechtzeitig Gestaltungsmöglichkeiten nutzen zu können, die Nachteile vermeiden.

Wir beantworten Ihre Fragen.


 



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